E.B.U
European
Buddhist Union
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Europäische Buddhistische Union
Die Europäische Buddhistische Union (E.B.U) ist eine Dachorganisation buddhistischer Organisationen, Zentren und Gruppen in Europa. Als Vereinigung ist die E.B.U offen für BuddhistInnen aller Schulen und Traditionen. Ihr prinzipielles Ziel ist die Förderung der freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen buddhistischen Organisationen in Europa, die Förderung von Treffen und Kontakten zwischen den Mitgliedern. In dieser Funktion unterstützt und fördert die EBU den natürlichen Wachstumsprozeß des Buddhismus in Europa.
Beim jährlich abgehaltenen Jahrestreffen (Annual General Meeting) der E.B.U. kommen Delegierte aus 15 - 20 europäischen Ländern zusammen, um einen Gedankenaustausch zu pflegen, voneinander zu lernen, die Zusammenarbeit zwischen den Buddhistischen Gruppen in Europa zu fördern und Projekte ins Leben zu rufen, wie die unten erwähnten.
Buddhismus: Vor mehr als 2,500 Jahren begann mit dem ERWACHEN des Siddhartha Gautama eine spirituelle Bewegung, die wir heute Buddhismus nennen, eine der großen Weltreligionen. Seine Erfahrung des ERWACHENS führte ihn zur klaren Einsicht in das Wesen der Welt, wie sie wirklich ist und zur völligen Befreiung von menschlichem Leid. Gemäß der Lehre des BUDDHA, wie Siddhartha nach seinem ERWACHEN genannt wurde kann diese Erfahrung von allen Menschen gemacht werden und zwar in diesem Leben, wobei persönliches Bemühen in der Regel wesentlich erscheint: man muß den spirituellen Weg auf eigenen Füßen gehen. Es gibt allerdings eine große Anzahl unterschiedlicher Wege, die dem Einzelnen zur Verfügung stehen und mit der Hilfe eines erfahrenen Lehrers kann eine Methode gefunden werden, die den jeweiligen Bedürfnissen einer bestimmten Person am besten entspricht. Auf diese Weise wird der spirituelle Weg für alle begehbar.
Buddhismus in Europa: Als Resultat dieser sehr pragmatischen Einstellung dem spirituellen Weg gegenüber, hat der Buddhismus in Asien über Jahrhunderte hinweg einen breiten Fächer verschiedener Traditionen entwickelt, die sich mit den jeweiligen Kulturen verbunden haben. Diese Vielfalt spiegelt sich nun auch in Europa wider, weil die meisten buddhistischen Organisationen in Europa mit spirituellen Lehrern in Kontakt sind, die aus Ländern Asiens kommen. In den letzten paar Jahren sind wir allerdings Zeugen einer Entwicklung geworden, die eine Anzahl westlicher Lehrer hervorgebracht hat und noch hervorbringt, sowie auch das Erscheinungsbild vieler Organisationen eine eher westliche und europäische Prägung erfährt. Somit zeigt sich auch in Europa der Buddhismus als sehr lebendige Tradition.

Im heutigen Europa ist der Buddhismus nicht nur wegen der Anzahl seiner Bekenner von Bedeutung (zwischen 1 und 3 Millionen), sondern auch wegen seiner Ausstrahlung auf das spirituelle Leben, die Kultur und Wissenschaft. Auf einem Kontinent, der sich zusehends den spirituellen Möglichkeiten öffnet, ist der Buddhismus für viele attraktiv geworden, wegen seiner Betonung des persönlichen Bemühens und nicht zuletzt wegen seines Angebots einer fundierten spirituellen Praxis in der Form der Meditation, in ihren klassischen, aber auch in zeitgemäß angepaßter Form. Gleichzeitig steigt das profunde Interesse an akademischen Aspekten des Buddhismus und der Buddhismuskunde. Alles in allem hat der Buddhismus in seinen zahlreichen und unterschiedlichen Aspekten im heutigen Europa vieles anzubieten.
Initiativen der Europäischen Buddhistischen Union:
Die E.B.U, in ihrer derzeitigen Form geht auf das Jahr 1975 zurück.
Seit damals hat eine allmähliche Entwicklung Platz gegriffen, die
sich bemüht hat die Verbundenheit der Buddhisten untereinander zu
fördern und die Zusammenarbeit ihrer Organisationen durch jährliche
Treffen und Internationale Kongresse zu intensivieren. So sind die jährlichen
Hauptversammlungen als regelmäßige Stätten der Begegnung
immer als besonders nützlich und ertragreich empfunden worden, sowohl
von den Delegierten der Mitgliedsorganisationen, als auch von den zahlreichen
Beobachtern, die sich dazu immer wieder einfinden. Internationale E.B.U.
Kongresse wurden in Paris abgehalten (1979 and 1988), in Turin (1984) and
in Berlin (1992). Der Kongress in Paris 1988 war die größte
Europäische Konferenz von Buddhisten bis dato und hatte sich dem Bild
des Buddhismus in der Öffentlichkeit gewidmet. Das Programm des Berliner
Kongresses war fast ausschließlich der Frage der Buddhismus-Vermittlung
gewidmet und wies eine ausgewogene Liste von acht sehr bekannten und allseits
geschätzten Persönlichkeiten auf, die die Buddhalehre vorwiegend
in Europa verbreiten.Das Echo in der Öffentlichkeit und in den Medien
war sehr positiv und mit 2000 Besuchern war dieser Kongreß unter
dem Titel "Einheit in der Vielfalt" einer der erfolgreichsten.
Auch weiterhin ist die E.B.U. bestrebt an internationalen und nationalen
Veranstaltungen, die von Buddhistischen Gruppen und Organisationen veranstaltet
werden, teilzunehmen. Das Jahrestreffen 1993 wurde in Hallein, Österreich;
das Jahrestreffen 1994 wurde in Umag, Kroatien veranstaltet. Ein neuer
Vorstand wurde bei der Jahreshauptversammlung 1995 in London gewählt
und das Treffen 1996 fand in Wachendorf, Deutschland statt und zwar gemeinsam
mit dem Treffen des Netzwerks Westlicher Buddhistischer LehrerInnen (BTE),
das alle zwei Jahre einen Erfahrungs- und Gedankenaustausch buddhistischer
Lehrerpersönlichkeiten aus Europa durchführt. Das Jahrestreffen
1997 fand im Institut Tibetain in Huy, Belgien statt, das Jahrestreffen 2004
fand in Jägerndorf, Deutschland statt.
Schließlich ist die E.B.U. auch bestrebt den Europäischen Buddhismus gegenüber anderen buddhistischen und nicht-buddhistischen Organisationen, wie dem Europäischen Parlament, der UNESCO (deren Mitglied die E.B.U. ist) und Organisationen des Interreligiösen Dialogs zu repräsentieren..

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President
1st Vice President
2nd Vice President
Autor: Mag. Kurt Krammer
Letzte Änderung: 09. Oktober 2004/2548
E-mail: Gakuro