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Elmaualm | Almgeschichte

Die Alm wurde bereits 1760 erwähnt, ähnlich wie bei der Mitterbergalm beschränken sich die Informationen aber auch hier auf die Grundherrschaft (fürstlich-chiemseeisch). Im Franziszäischen Kataster (Fragebogen zum landwirtschaftlichen Zustand der Steuergemeinde Werfenweng) aus dem Jahr 1832 scheint die Alm als Elmer Alpe auf, der Almbesatz wurde jedoch nicht in Stückzahlen sondern in Kuhgräsern angegeben (vgl. dazu Mitterbergalm).

Diagramm Tierzusammensetzung

Bei den Erhebungen der Jahre 1908 und 1951 wurde die Elmaualm als Gemischte Alm genutzt, das Almpersonal bestand aus jeweils zwei Personen. Zwischen 1951 und 1974 erfolgte ein Wandel zur personallosen Galtalm. Seither nahm die Zahl der gealpten Galtrinder sukzessive ab, gleichzeitig spielt seit der Erhebung 1986 der Auftrieb von Pferden (wieder) eine gewisse Rolle. Im Jahr 2005 wurde die Alm von einer Person dauerhaft betreut.

 

Da der Fragebogen zum landwirtschaftlichen Zustand in diesem Fall detaillierte Angaben zu den Auf- und Abtriebszeitpunkten enthält, ist es möglich, die Entwicklung der Weidedauer über 150 Jahre zurückzuverfolgen. So lässt sich feststellen, dass sich die Weidedauer zwischen 1832 und 1908 um fast einen Monat (von 95 auf 120 Tage) verlängerte, was ausschließlich auf den späteren Abtrieb zurückzuführen ist. Im Anschluss kam es wiederum zu einer signifikanten Verkürzung der Weidedauer auf 108 Tage im Jahr 1951 bzw. 100 Tage im Jahr 1974.

Tabelle und Diagramm Weidedauer