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Untersuchungsgebiet Land Salzburg

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Den Südrand des Salzburger Beckens begrenzen die Kalkstöcke des Hagen- und Tennengebirges sowie das Massiv des Hohen Gölls. Wie eine 2000 m hohe Staumauer wirkt hier der Rand der Nördlichen Kalkhochalpen, die sich den von Westen und Nordwesten heranströmenden Luftmassen entgegenstellt und sie zum Abregnen zwingt. Die Nordseite des Gebirges ist dementsprechend feucht (Abtenau, 1573 mm NS), während die Südseite deutlich trockener entgegen tritt (Hüttau, 1110 mm, Bischofshofen, 980 mm).
Niederschläge und Schneeschmelzwasser gelangen durch die Kluft- und Höhlensysteme an den Nordrand, wo große Karstquellen austreten. Allein die zwei größten Karstquellen (Tricklfall- und Daxerfallquelle) spenden ca. 500 Liter /Sekunde.
Die oberste krönende geologische Einheit des Tennengebirges stellt der Dachsteinkalk dar, der teils deutlich gebankt, in geringerem Umfang auch als Riffkalk auftritt. Darunter folgen Hauptdolomit und Wettersteinkalk. Im Liegenden befinden sich die Werfener Schichten, die im Südteil des Gebirges den Kern der almwirtschaftlich genutzten Zone oberhalb der Waldgrenze bilden. Strahlungsgunst und die Lage oberhalb der Temperaturinversion der tieferen Bereiche bieten zusätzlich günstige Nutzungsbedingungen. Im Westen fällt das Gebirge steil zum Durchbruch der Salzach hin ab und auch im Norden und Osten stellt das Relief ein Hemmnis für almwirtschaftliche Nutzung dar. Erst im Plateaubereich mit den großen tertiären Talungen ergibt sich wieder ein entsprechendes Flächenangebot und auch Strahlungsgenuss. Hier liegt die Schneedecke aber lang und die Zugangswege sind beschwerlich, so dass die höchsten Regionen des Gebirges heute beinahe nur noch als Schafweide dienen.

 

Saatgut