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Untersuchungsgebiet Nationalpark Berchtesgaden

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Während im Salzburger Projektgebiet die Salzach die Nördlichen Kalkhochalpen durchschneidet und damit eine Verbindung zu den Zentralalpen geschaffen hat, hat sich im bayrischen Teil entlang einer tektonischen Störung eine tiefes glazial überprägtes Tal entwickelt, an dessen Basis Königssee und Obersee das Bild der Landschaft prägen. Beide Seen sind durch wallförmig abgelagertes Moränenmaterial getrennt. Der Königssee liegt zum Großteil im Dachsteinkalk, hat äußerst reines Wasser und erreicht eine maximale Tiefe von 190 m. Aufgrund seiner abgeschirmten Lage ist er sehr windarm, was stabile Luftschichtungen unterstützt. Im Westen grenzt die markante Watzmann-Ostwand (die höchste Wand der Ostalpen), im Osten das Hagengebirge und im Süden das Steinerne Meer.
Da beinahe der gesamte Talraum durch die Seen ausgefüllt wird bietet sich wenig Platz für landwirtschaftliche Nutzung oder Siedlungen. Die kräftige Abschattung, der Platzmangel, die Temperaturinversionen und die ungünstige Verkehrslage stehen in ursächlichem Zusammenhang mit der Entwicklung von Niederalmen am oberen Ende der Seen (Saletalm in 600-700 m Seehöhe). Erst die Karstflächen der Gotzenalm und die umgebenden steileren Hangflanken ermöglichen großflächigere almwirtschaftliche Nutzung.
Die Einrichtung des Nationalparks Berchtesgaden trägt dieser besonderen Landschaft Rechnung und stellt sie damit auch unter entsprechenden Schutz.

 

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