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Sameralm | Klimastation

Im Rahmen des Forschungsprogramms "MAN AND BIOSPHERE (MaB)" wurden in den Jahren 1973-1979 vom Geographischen Institut der Universität Salzburg zahlreiche Untersuchungen der physischen Umwelt im Bereich des südlichen Tennengebirges durchgeführt. Seit damals ist auch die Sameralm als alpine Forschungsstation des Institutes für Geographie der Universität Salzburg (heute FB Geographie und Geologie) eingerichtet.

Die Sameralm ist eine 1.510 m hoch gelegene Almhütte, welche südlich des Tauernkogels an einem steilen, nach Süden hin exponierten Hang gelegen ist. Seit 1973 ist hier eine Wetterstation in Betrieb. Die zweite Wetterstation liegt auf 961 m Höhe am Eingang des Karstsacktales in die Wengerau beim Haus Forcher ("Auhäusl"). Eine dritte Messstation befindet sich am 1.720 m hoch gelegenen Jochriedel, einem östlich der Sameralm liegenden NW-SE verlaufenden Höhenrücken. Seit September 2006 sendet eine vierte Messstation Klimadaten aus 2.350 m Seehöhe (Edelweißerhütte).

Insgesamt decken diese vier Stationen eine Höhendifferenz von 1.389 m ab. Liegt die Station in der Wengerau noch im unteren Bereich der hochmontanen Höhenstufe, so befindet sich die Sameralm schon im Übergangsbereich von der hochmontanen zur subalpinen Stufe und die Station Jochriedel liegt an der oberen Grenze der subalpinen Stufe. Die Station Edelweißerhütte repräsentiert die alpine Höhenstufe und stellt derzeit die höchstgelegene Klimastation in den Salzburger Kalkalpen dar.

Daten der Forschungsstation
Bis ins Jahr 1992 waren bei allen drei Stationen analog aufzeichnende Messgeräte installiert. Im Jahr 1992 wurden diese durch elektronische Klimamessgeräte ergänzt bzw. ergänzt. An allen Stationen werden Lufttemperatur, relative Luftfeuchte sowie Bodentemperaturen gemessen. Sameralm und Wengerau verfügen über einen Totalisator zur Messung des Niederschlags. Die Stationen Sameralm und Wengerau verfügen jeweils über einen Totalisator sowie über eine automatische Niederschlagsregistrierung.
Seit 2003 verfügt die Forschungsstation über neue digital aufzeichnende Messgeräte. Neben der Datenspeicherung in eine lokalen Datenlogger erfolgt auch eine Datenübertragung über das GSM-Netz an den Fachbereich Geographie und Geologie der Universität Salzburg.

Wengerau:

MittelwerteDie Niederschlagsmessungen an der Station Wengerau liegen gesichert für die Jahre 2005 – 2006 vor. In diesen Jahren betrug die durchschnittliche Niederschlagssumme  1838 mm/p.a. Die meisten Niederschläge sind in den Monaten Juni, Juli und August zu verzeichnen.

Sameralm:

Mittelwerte

Jochriedel:

Mittelwerte

»Temperaturverhältnisse im Tagesgang im Bereich der Forschungstation Sameralm