Fabri, Ernst
*1891-05-07 Wien (A)
†1966-11-06 Moskau

Geboren am 7. Mai 1891 in Wien, gestorben 6. November 1966 in Moskau.

Exil 1932 SU.

1906 Mitglied der SDAP. Seit 1908 Gedichte und Erzählungen in der sozialdemokratischen Presse. 1909 veröffentlichte er "So unser Leben... Rote Lieder", 1921 "Aus elendsenger Tiefe" (Gedichte). Im 1. Weltkrieg mit Friedrich Hexmann, Richard Schüller u. a. maßgeblicher Vertreter der linksradikalen Opposition im "Verband der jugendlichen Arbeiter Österreichs". 1918 Mitglied des Arbeiterrates in Wien. 1921 als Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft Revolutionärer Sozialdemokraten" zur KPÖ. Parteikader. Im Februar 1930 Mitbegründer und Vorsitzender des "Bund der proletarisch-revolutionären Schriftsteller Österreichs" (BPRS, vgl. unseren Lexikonartikel zum BPRSÖ).

1932 Übersiedlung nach Moskau. Redakteur der "Deutschen Zentral Zeitung". 1938 war Ernst Fabri kurzfristig verhaftet und wurde aus dem sowjetischen Schriftstellerverband ausgeschlossen. 1941 von Moskau nach Taschkent evakuiert. Nach Rückkehr nach Moskau Mitarbeiter von "Radio Moskau für Österreich" unter der Leitung von W. Fischer. Verfasser der russischsprachigen Broschüren "Die österreichische Sektion der Roten Hilfe. Erinnerungen von Ernst Fabri", "Stefan Zweig über die Bedrohung eines neuen Weltkrieges".

Bearbeitet von Karl Müller, Salzburg.

 

Multimedialinks:

Fabri, Ernst zeigen

 

Werkverzeichnis:

Josef Gerl (VEGAAR, 1936) zeigen

 

Forschungsliteratur:

Krohn, Claus-Dieter u.a.: Handbuch der deutschsprachigen Emigration 1933-1945 (Primus Verlag , 1998) zeigen

Müller, R.: Die Säuberung. Moskau 1936: Stenogramm einer geschlossenen Parteiversammlung (1991) zeigen

Pike, David: Deutsche Schriftsteller im sowjetischen Exil 1933-1945 (o.A., 1981) zeigen

 

Printversion aller Artikel (umfasst etwa 200 Seiten)

   

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