Reinhold Wagnleitner

 

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Kurzbiographie

Dr. Reinhold Wagnleitner ist Außerordentlicher Universitätsprofessor für Allgemeine Geschichte der Neuzeit an der Universität Salzburg. Daneben spielte er über viele Jahre Bass in österreichischen Pop-, Rock- und Jazz-Gruppen. In den 1970er Jahren war er sowohl für das Rock- und Jazzprogramm der Salzburger Szene der Jugend verantwortlich als auch für die redaktionelle Betreuung des Katalogs dieses jährlich statt findenden ersten Alternativ-Festivals in der Stadt Salzburg. 1979-80 arbeitete er als Wehrdienstverweiger acht Monate in der Landesnervenklinik Salzburg.

Seit 1975 lehrt er auch als History Lecturer für Studierende aus den USA und Japan am Salzburg College. Im Studienjahr 1991/92 vertrat er als Max Kade Distinguished Visiting Professor of History eine Professur für die Geschichte der USA am Franklin and Marshall College in Lancaster, Pennsylvania. Davor war er bereits zweimal Fulbright Scholar. 1983 forschte er in Washington, D.C. als Fellow des American Council of Learned Societies (zugeteilt dem Institute for the Study of Diplomacy, School of Foreign Service, Georgetown University), und 1987 war er Visiting Professor for US-Diplomatic History an der University of Minnesota, Minneapolis. Dafür wurde ihm 1988 das "Fulbright Certificate for increasing the mutual understanding between the people of Austria and the people of the United States of America through academic achievement as Fulbright Scholar" verliehen.

Im Mai 1995 wurde er als Faculty Member des Salzburg Seminar, Schloß Leopoldskron, für die Session 325 "The Globalization of American Popular Culture" berufen. Im November-Dezember 1997 war er Faculty Member des American Studies Center des Salzburg Seminar für die Session "The Internet: Networking, Research and Popular American Culture. Im Februar 2002 war er Fellow des Universities Project 20th Symposion im Salzburg Seminar "The Meanings of Autonomy: University Governance Reconsidered" und im Oktober 2002 war er Co-Chair der Salzburg Seminar American Studies Center Session 30 "The Politics of American Popular Culture: Here, There and Everywhere". Im Jänner, März und Juli 2004 war er dreimal Faculty Member im neuen Salzburg Seminar International Study Program „Global Citizenship: America and the World“.

1995-96 war er Präsident der Austrian Association for American Studies (Vice-President 1996-1997). 2001 wurde er zum AAAS-Delegierten und Vorstandsmitglied der European Association for American Studies gewählt. 1997 wurde er vom Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien als Visiting Fellow bestellt. Vom Jänner bis Juli 1998 lehrte er als Gastprofessor am Department of History der University of New Orleans. 1998 gründete er auch das Projekt Geschichte @ Internet - History @ Internet.

1999 wurde er zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats der Leopold-Kohr-Akademie berufen. Ausserdem leitet er das Projekt "Geschichte @ Internet der Leopold-Kohr-Akademie" in Neukirchen am Großvenediger und Salzburg. Im gleichen Jahr wurde er auch zum Vorsitzenden der Gesellschaft für Geschichte der Neuzeit gewählt. 2000 wurde er zum Mitglied des International Advisory Council der University of New Orleans für die Louis Armstrong Centennial Conference "A Celebration of the Artistry and Legacy of Louis Armstrong" in New Orleans vom 2. - 4. August 2001 bestellt. 2001 wurde er als science host für die Science Website des ORF eingeladen.  Im selben Jahr wurde sein Projekt "Satchmo Meets Amadeus " - mit Symposien in New Orleans und Salzburg - von der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Wien für den Preis für "Kulturelle Vielfalt und Toleranz" ausgewählt.

2001 wurde er für das österreichische Nationalkomitee für das Programm "Memory of the World" nominiert. Seit 2002 leitet er das vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank finanzierte Projekt "United States Culture and Communications Policy and the Internet at the End/the Beginning of the "American Century" (Projektmitarbeiter: Priv.-Doz. Dr. Michael Wala und Mag. Erwin Giedenbacher). Seit 2002 ist R. Wagnleitner auch Co-Organisator des Ostersymposions Salzburg: Musik-Theater: Kunst und Wissenschaft, einer Symposions-Reihe der Leopold Kohr Akademie, der Universität Salzburg, der Universität Mozarteum, der Osterfestspiele Salzburg und der Internationalen Salzburg Association.

Für sein Buch Coca-Colonisation und Kalter Krieg: Die Kulturmission der USA in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg (Wien: Verlag für Gesellschaftskritik, 1991) wurde ihm 1992 der Ludwig-Jedlicka-Gedächtnispreis für "eine herausragende Leistung aktueller österreichischer Zeitgeschichtsschreibung" verliehen. Die im November 1994 publizierte Übersetzung Coca-Colonization and the Cold War (Chapel Hill: The University of North Carolina Press) wurde im April 1995 anlässlich der Jahrestagung der Organization of American Historians von der Society of Historians of American Foreign Relations in Washington, D.C. mit dem Stuart L. Bernath Prize als "a landmark study in international cultural relations" ausgezeichnet - die bisher einzige Verleihung dieses Preises an einen Autor, der nicht dem englischen Sprachraum angehört. Die Zweitauflage des Buches erschien 2001.

2000 erschien sein gemeinsam mit Elaine Tyler May herausgegebenes Buch “Here, There and Everywhere": The Foreign Politics of American Popular Culture(Hanover, NH: University Press of New England, 2000), das von Lingua Franca als Breakthrough Book ausgewählt wurde. 1992 gab er gemeinsam mit Walter Hölbling das Buch: The European Emigrant Experience in the U.S.A. (Tübingen: Gunter Narr Verlag, 1992) heraus. 1997 veröffentlichte Reinhold Wagnleitner gemeinsam mit John G. Blair Empire. American Studies (Tübingen: Gunter Narr Verlag).

Außerdem edierte er Diplomatie zwischen Parteiproporz und Weltkonflikt. Dokumente und Memoranden aus dem Nachlaß Walter Wodaks 1945-1950 (Salzburg: Verlag Wolfgang Neugebauer, 1980) und Understanding Austria. The Political Reports and Analyses of Martin F. Herz, Political Officer of the US-Legation in Vienna, 1945-1948 (Salzburg: Verlag Wolfgang Neugebauer, 1984). Gemeinsam mit Solomon Wank, Heidrun Maschl und Brigitte Mazohl-Wallnig gab er auch die Festschrift The Mirror of History. Essays in Honor of Fritz Fellner (Santa Barbara, Oxford: ABC-Clio, Inc., 1988) heraus.

Seine zahlreichen Beiträge in Fachzeitschriften und Sammelbänden widmete R. Wagnleitner bisher vor allem dem kulturellen Einfluß der Vereinigten Staaten in Europa, der politischen, ökonomischen und ideologischen Rolle der Kulturindustrie im Kalten Krieg, der britischen und österreichischen Außenpolitik in den 1930er und 1940er Jahren, den Auswirkungen des Internet auf Studium und Verständnis von Geschichte sowie den Ursachen anderer gegenwärtiger Probleme.

R. Wagnleitner verfasste auch den Leitartikel „Austria, history of, 1978-2000”  für die Encyclopædia Britannica, deren Herausgeber ihn auch mit der vollständigen Überarbeitung aller die österreichische Geschichte betreffenden Encyclopædia-Artikeln beauftragten (ca. 90.000 Wörter).

Reinhold Wagnleitner ist seit 4. Juli 1992 mit Elisabeth Wagnleitner-Suppin verheiratet. Die erste Tochter Anna wurde am 4. Mai 1993 geboren, die zweite Tochter Ella am 4. Oktober 2000.

Für den Inhalt verantwortlich: Reinhold Wagnleitner
Letzte Änderung: 9. Juli 2004
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