Aus der Geschichte des Vereins

Nach wiederholten und eingehenden Beratungen im Akademischen Senat wurde 1966 die Gründung des Vereins beschlossen. Im Einvernehmen mit dem Akademischen Senat reichte Univ.-Prof. Dr. Carl Holböck gemeinsam mit Generalkonsul DDDr. Will Müller-Fernbeck bei der Sicherheitsdirektion die vorgesehenen Vereinsstatuten ein. Am 20. Mai 1966 erging der Bescheid, dass die Vereinsbildung nach dem Inhalt der vorgelegten Statuten gemäß § 7 des Vereinsgesetzes 1951, BGBl. Nr. 233, nicht untersagt wird.

Für den 10. August wurde dann die erste (konstituierende) Generalversammlung einberufen. Erste Aufgabe dieses Gremiums war die Wahl eines Vereinsvorstandes. Zum 1. Vorsitzenden wurde Generalkonsul DDDr. Will Müller-Fernbeck gewählt, zum ersten Stellvertreter Vizebürgermeister Dr. Walter Vavrowsky, zum zweiten Stellvertreter Hofrat Dr. Alois Hanselitsch, zum Geschäftsführer Univ.-Prof. Dr. Carl Holböck und zum Schriftführer Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Revers. Weiters gehörten dem Vorstand Landesrat Dr. Walter Leitner und die Universitätsprofessoren P. Benedikt Probst, Stefan Rehrl, René Marcic, Wolfgang Waldstein, Hans Floretta und Norbert Wölkart an. Der Kontrollausschuss des Vereins setzte sich aus DDr. Norbert Zimmer, Hofrat Dr. Josef Rumersdorfer und Dr. Georg Berger-Sandhofer zusammen. Die erste Generalversammlung fixierte den jährlichen Mitgliedsbeitrag mit S 120,-- und beschloss, die Mitgliederzahl in engem Rahmen zu halten und die Vereinsmittel, die ja ausschließlich den großen Aufgaben der Universität dienen sollten, primär durch Spenden aufzubringen.

Große, teilweise auch zu große, Pläne waren es, die der Vereinsvorstand alsbald zu verwirklichen suchte. Institutsgründungen, wie die eines "Instituts für galenische Pharmazie und pharmazeutische Technologie" wurden erwogen, eine Mitwirkung an der Lösung der Raumfrage der Universität durch Ankauf der "Villa Hartig" ins Auge gefasst. Auch an der Adaptierung des "Cafe Corso" für Universitätszwecke wollte man sich beteiligen durch die Übernahme der geforderten Ablöse-(nicht Kauf!)summe in Höhe von S 50.000,--. Obwohl viele dieser Projekte wie Seifenblasen zerplatzten, musste man anläßlich der zweiten Generalversammlung im Dezember 1967 einen Minussaldo des Vereins (insgesamt S 110.000,--) zur Kenntnis nehmen. Der Geschäftsführer deckte das Passivum vorläufig aus privaten Mitteln ab. Binnen kurzer Zeit wandte sich allerdings die Ertragslage zum Besseren. Auf der dritten Generalversammlung am 22. November 1968 konnte Hofrat Rumersdorfer, als Vorsitzender des Kontrollausschusses, bereits einen Aktivstand von zwei Millionen Schilling bekanntgeben.

Ein neuer Vorstand übernahm dann ab 1969 (vierte Generalversammlung am 24. November 1969) die Führung der Vereinsgeschäfte. In einer geheimen Wahl wurde der bisherige Geschäftsführer Carl Holböck zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Hofrat Dr. Alois Hanselitsch und Kommerzialrat Arthur Weilinger bestellt. Als weitere Mitglieder gehörten dem Vorstand an: Univ.-Prof. Dr. Hans Adam, Landesrat Dr. Walter Leitner, Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Revers, Rechtsanwalt Dr. Walter Vavrowsky, Kommerzialrat Dr. Leonhard Voithofer und Landtag-Vizepräsident Hans Zyla.

In der Gesellschaft begann nunmehr die "Ära Holböck", die bis 1983 währte. In dieser Zeit gelang es, finanzielle Ressourcen in beträchtlicher Höhe für die Salzburger Universität aufzubringen. Von den Millionenspenden seien hier nur diejenigen von Dr. Helmut Merlin (S 2,000.000,-- für das Institut für Völkerrecht), Georg von Opel (S 500.000,-- für die Errichtung einer Station für Verhaltensforschung, und S 1,100.000,-- für die Errichtung eines Sportzentrums), Günther Klinge (S 1,353.405,-- zur freien Verwendung des Akademischen Senats) und Mortimer Sackler (S 5,000.000,-- für die Institute für forensische Psychiatrie und Gerichtsmedizin) genannt. Es folgten - allerdings nicht mehr in der Ära Holböck - jeweils eine Millionenspende von DDr. h.c. mult. Heinz Götze (Springer Verlag) und Frau Alice D´Andrea-Schneidinger.

Auf einer außerordentlichen Generalversammlung am 17. Oktober 1983 legte Prof. Holböck aus gesundheitlichen Gründen den Vereinsvorsitz zurück. Als sein Nachfolger wurde Konsul Dr. Hans Heger gewählt, der bis zu seinem Tode 1993 die Vereinsgeschicke leitete. Ihm folgte Hofrat a.D. Dr. Alois Hanselitsch nach, der allerdings bereits 1997 aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion zurücklegte. Von 1997 - 2002 bekleidete Komm.-Rat Dkfm. Josef Koller das Amt des Vereinsvorsitzenden, das er 2002 an Dr. Gerhard Heinrich übergab.

Die finanziellen Leistungen für die Salzburger Universität

In 126 Vorstandssitzungen (Stand August 2002) und 93 Präsidiumssitzungen wurden bisher Förderungsansuchen behandelt, von denen die meisten positiv erledigt werden konnten. Seit dem 1.10.1969 (vor dieser Zeit existieren leider keine Aufzeichnungen finanzieller Natur) flossen folgende Mittel über die Konten der Gesellschaft, die allesamt (abgesehen von ca. 1% Verwaltungskosten) der Salzburger Universität, ihren Instituten bzw. ihren Angehörigen zugute kamen:

1969/70 S 1,301.864,83 1992 S 1,595.879,91
1970/71 S 1,301.962,23 1993 S 1,895.812,53
1971/72 S 1,257.646,79 1994 S 1,607.691,69
1972/73 S 979.060,39 1995 S 1,857.715,43
1973/74 S 1,771.058,19 1996 S 1,504.110,54
1975 S 1,637.347,75 1997 S 1,493.578,07
1976 S 2,886.527,28 1998 S 1,477.891,56
1977 S 2,793.425,87 1999 S 1,427.094,05
1978 S 2,251.962,48 2000 S 1,713.128,78
1979 S 2,013.765,07 2001 S 1,387.549,41
1980 S 2,127.982,25 2002 € 97.042,66
1981 S 2,749.764,58 2003 € 146.740,22
1982 S 1,137.645,93 2004 € 128.868,88
1983 S 1,033.896,45 2005 € 93.905,57
1984 S 1,500.630,43 2006 € 87.746,64
1985 S 993.159,19 2007 € 98.763,35
1986 S 682.961,31
1987 S 1.123.441,67
1988 S 1,586.359,82
1989 S 1,372.960,03
1990 S 938.456,94
1991 S 1,536.556,21