Fachbereich Praktische Theologie - Liturgiewissenschaft & Sakramententheologie

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I. VOM CHRISTLICHEN STERBEN

 

(Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et spes Art. 18)

Das Unbegreifliche des Todes
1. Angesichts des Todes wird das Rätsel des menschlichen Daseins am größten. Der Mensch erfährt nicht nur den Schmerz und den fortschreitenden Abbau des Leibes, sondern auch die Furcht vor immerwährendem Verlöschen. Er empfindet aber richtig, wenn er sich gegen die Vorstellung der völligen Zerstörung und den endgültigen Untergang seiner Person sträubt. Der Keim der Ewigkeit im Menschen wehrt sich gegen den Tod. Unüberwindlich ist in seinem Herzen das Verlangen nach einem weiteren Leben.

Christus, Sieger über den Tod
2. Christus hat das Schicksal des Menschen voll und ganz auf sich genommen. Erhöht am Kreuz, hat er alle an sich gezogen und sie in seiner Auferstehung zu einem neuen Leben hinübergeführt. So hat er den Tod besiegt, die Menschen mit dem Vater versöhnt und ihnen den Zugang zur Vollendung geöffnet. Durch die Sendung seines Geistes hat er die Menschen zu seinen Brüdern gemacht, die an seinem Leben teilhaben.

Das Sterben des Christen: Übergang zum Leben
3. In den Sakramenten strömt Christi Leben auf die Gläubigen über. Besonders in der Taufe und in der Eucharistie wird der Christ mit dem Herrn vereint und gewinnt Anteil an Christi Tod und Auferstehung. Im Sterben vollendet sich, was im Leben sakramental grundgelegt wurde. Wenn Christus wiederkommt und die ganze Schöpfung von der Verderbnis der Sünde und des Todes befreit ist, wird die Herrlichkeit des Herrn an den Erlösten offenbar.
Wer daher lebt und stirbt im Glauben an das gemeinsame Schicksal mit dem Herrn, in der Hoffnung auf die Vollendung im Tod und in der Liebe zu Gott und den Menschen, für den ist das Sterben Übergang ins neue Leben.

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Bearbeitet: Barbara Scheibner
last modified:
Friday, 09-Jan-2015 13:40:33 CET