Fachbereich Praktische Theologie - Liturgiewissenschaft & Sakramententheologie

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V. VERSCHIEDENE HINWEISE

 

Prozessionen
29. Bei den Prozessionen zur Kirche und zum Grab richte man sich nach dem ortsüblichen Brauch. In der Regel geht der Kreuzträger an der Spitze des Zuges, der Zelebrant vor dem Sarg. Während der Prozession kann man Psalmen, Antiphonen oder Lieder singen oder den Rosenkranz beten. Sie kann auch mit Instrumentalmusik begleitet werden. Erfolgt die Prozession in Stille, soll der Vorsteher am Beginn die Teilnehmer auffordern, für den Verstorbenen zu beten.

Liturgische Kleidung
30. Die liturgische Kleidung richtet sich nach dem diözesanen Brauch.

Weihwasser und Weihrauch
31. Das Besprengen mit Weihwasser weist darauf hin, dass der Christ bereits durch die Taufe für das ewige Leben bestimmt wurde. Weihrauch ist ein Zeichen der Ehrung. Er erinnert daran, dass der Verstorbene in der Taufe Tempel des Heiligen Geistes geworden ist.
Wo im Ritus der Gebrauch von Weihwasser vorgesehen ist, kann anschließend nach örtlichem Brauch und Empfinden auch Weihrauch verwendet werden.

Osterkerze
32. Bei der Feier in der Kirche soll die Osterkerze an einem gut sichtbaren Platz aufgestellt werden, um so den Zusammenhang zwischen Taufe, Sterben und Auferstehen der Gläubigen mit der Auferstehung Christi sichtbar zu machen.

Kein Ansehen der Person
33. Die kirchliche Liturgie des Begräbnisses ist für Arme und Reiche gleich. Sie kennt daher kein Ansehen der Person.

Nennung des Namens
34. An den mit N. bezeichneten Stellen kann der Name des Verstorbenen in verschiedener Weise genannt werden, z. B. "unser Bruder (unsere Schwester) N., dein Diener (deine Dienerin) N.", oder, wo es Brauch ist, auch der Familienname.

Lokaltraditionen
35. Wertvolle Lokaltraditionen, wie etwa das Läuten der Sterbeglocke, das Beten des Glaubensbekenntnisses am Grab, der abschließende Mariengruß sollen beibehalten werden. Die Tumba oder andere den Sarg mit dem Leichnam vertretende Zeichen sind abgeschafft.

Gebet im Gemeindegottesdienst
36. Nach Möglichkeit soll bei den Fürbitten der Sonntäglichen Eucharistiefeier der zuletzt Verstorbenen gedacht werden. Die jährliche Wiederkehr des Todestages soll im Gottesdienst das Andenken an die Verstorbenen und das Gebet für sie lebendig halten. Das gleiche gilt für das Gedächtnis an bestimmten anderen Tagen (z. B. am 7. oder am 30. Tag oder nach 6 Wochen).

Äußerer Aufwand
37. Die Totenandenken sollen im christlichen Geist gestaltet werden. Die Gläubigen sollen auch ermuntert werden, an Stelle von übertriebenem äußerem Aufwand Werke der Nächstenliebe zu tun.

Friedhof und Grab
38. Der Friedhof ist Stätte der Besinnung und Hinweis auf die kommende Welt. Das Kreuz oder ein schlichtes Grabmal sollen dafür Zeichen sein. Die Pflege des Grabes ist ein Ausdruck christlicher Gesinnung.

Abkürzungen
39. Z. = Zelebrant; K. = Kantor; V. -= Vorbeter; A. = Alle.

 

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Bearbeitet: Barbara Scheibner
last modified:
Friday, 09-Jan-2015 13:42:16 CET