Fachbereich Praktische Theologie - Liturgiewissenschaft & Sakramententheologie

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Die Feier der Aufnahme in den Katechumenat

Vorbemerkungen

32. Die Kirchenväter bezeichnen einen Bewerber, der offiziell von der Kirche als Katechumene anerkannt ist, als "im Mutterschoß der Kirche empfangen", aber "noch nicht geboren". Ein Katechumene ist bereits "mit der Kirche verbunden" und gehört zum "Haus Christi". Deshalb wird der Bewerber in einer eigenen Feier offiziell in den Katechumenat aufgenommen (siehe oben, Nr. 16). In dieser Feier bekundet er vor der Gemeinde seinen Wunsch, ein Christ zu werden, und die Kirche nimmt ihn als Katechumenen an. Voraussetzung ist, daß er in der Phase der "Erstverkündigung" (siehe oben, Nr. 15) bereits einen anfanghaften Glauben gewonnen hat. Bei Kindern im Schulalter ist außerdem wichtig, daß ein Gespräch mit den Eltern (Erziehungsberechtigten) und gegebenenfalls mit dem oder den Paten stattgefunden hat.

33. Die Aufnahme in den Katechumenat. die im Rahmen eines Wortgottesdienstes stattfindet, wird normalerweise an einem Werktag in der Pfarrkirche des Bewerbers gefeiert. Die Feier soll, wenn möglich, zusammen mit dem Bewerber, seinen Eltern (Erziehungsberechtigten) und Paten vorbereitet werden. Vor allem die Entscheidung über die Form der Taufbitte, die Auswahl der Lesungen, die Vorbereitung der Fürbitten und der verschiedenen Antworten, die Auswahl von Gesängen und die Verteilung von Aufgaben sind rechtzeitig vorzunehmen.

Die Gemeinde soll im Sonntagsgottesdienst informiert und zum Gebet für den Bewerber (z. B. in den Fürbitten) eingeladen werden. In der Aufnahmefeier selbst ist sie durch den Zelebranten, den Katecheten und andere Gläubige vertreten. Die Eröffnung der Feier soll den Umständen entsprechend im Eingangsbereich der Kirche stattfinden. Zum Wortgottesdienst wird man den Ambo benutzen, wenn die räumlichen Gegebenheiten der Kirche in Anbetracht der kleinen Zahl der Teilnehmer nicht etwas anderes nahelegen.

Es empfiehlt sich, die Teilnehmer im Anschluß an die Feier zu einem Imbiß einzuladen.

34. Für die Feier sind vorzubereiten:
In der Sakristei:
für den Leiter der Feier Albe, weiße Stola, evtl. auch weißes Pluviale. Gegebenenfalls Weihrauch für die Verkündigung des Evangeliums.

Am Ort des Wortgottesdienstes:
auf dem Ambo das Lektionar, unter Umständen Schmuck für den Ambo; in der Nähe des Ambo ein Neues Testament oder eine Kinderbibel zur Überreichung an das Kind.

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Design: Alexandra Kunstmann, bearbeitet: Barbara Scheibner (2015)

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Monday, 19-Jan-2015 09:17:10 CET