Fachbereich Praktische Theologie - Liturgiewissenschaft & Sakramententheologie

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Die Feier der Zulassung zur Taufe

Vorbemerkungen

51. Im Katechumenat soll der Bewerber entsprechend seiner Fassungskraft Gelegenheit erhalten, den Glauben und seine das Leben gestaltende Kraft kennenzulernen. Daher erstreckt sich der Katechumenat normalerweise über einen längeren Zeitraum (in der Regel etwa ein Jahr). Mit der Feier der Zulassung endet diese entferntere Vorbereitung auf die Sakramente der Eingliederung. Daher darf zu dieser Feier nur zugelassen werden, wer sich überzeugt zum Glauben der Kirche bekennt und den festen Willen bekundet, zu ihr zu gehören und die Sakramente der Eingliederung zu empfangen. Die Feier der Zulassung wird ihn anregen, Christus entschiedener nachzufolgen.

52. Damit die Eignung des Bewerbers feststeht, soll der liturgischen Feier eine Beratung vorausgehen, an der soweit möglich alle beteiligt sind, die bei der Vorbereitung mitgewirkt haben. Ebenso soll ein Gespräch zwischen dem Seelsorger und dem Bewerber stattgefunden haben.

Der Zelebrant wird in der Homilie oder im Verlauf der Feier die religiöse und kirchliche Bedeutung der Zulassung darlegen. Er befragt vor der Gemeinde den Katecheten und die Paten nach ihrem Urteil und den Bewerber selbst nach seiner Bereitschaft, die Sakramente der Eingliederung zu empfangen (Scrutinium). Danach gibt er die gemeinsam getroffene Entscheidung bekannt und nimmt die Zulassung zur Taufe vor. Der Katechet und die Paten üben also in der Feier der Zulassung einen wichtigen öffentlichen Dienst aus.

In der Feier der Zulassung hat die Salbung mit dem Katechumenenöl ihren ursprünglichen Platz (Nr. 69). Sie ist ein Zeichen dafür, daß der Katechumene der besonderen Stärkung bei der Überwindung des Bösen bedarf. Demgegenüber bedeutet die Chrisamsalbung nach der Taufe die Teilnahme an der Salbung Jesu Christi mit Heiligem Geist.

53. Wenn die Sakramente der Eingliederung in der Osternacht (oder in der Osterzeit) gefeiert werden, wird man die Feier der Zulassung sinnvollerweise am Beginn der Fastenzeit (der Österlichen Bußzeit) vollziehen, so daß die Zeit der näheren Vorbereitung mit der Österlichen Bußzeit zusammenfällt.

Die Feier der Zulassung ist ein Wortgottesdienst, der in der Regel in der Pfarrkirche unter Beteiligung der Gemeinde stattfindet.

54. Es wird sehr empfohlen, daß der Zelebrant zusammen mit dem Bewerber, seinen Eltern und Paten und anderen, die beim Katechumenat mitgeholfen haben, die Feier der Zulassung vorbereitet. Dies betrifft den Verlauf der Feier, die Antworten, die auf die Befragung zu geben sind, die Auswahl der Perikopen und der Gesänge sowie die Vorbereitung der Fürbitten und die Aufteilung der verschiedenen Dienste während der Feier.

55. Für die Feier sind vorzubereiten:
In der Sakristei:
für den Leiter der Feier Albe, Stola, evtl. auch Pluviale in der Tagesfarbe.

Am Ort des Wortgottesdienstes:
auf dem Ambo das Lektionar;
auf einem Tisch das Buch der Taufbewerber (eventuell das Taufbuch, in dem einige Seiten für die Einschreibung der Katechumenen reserviert sind)
und das Gefäß mit dem Katechumenenöl sowie Watte.

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Design: Alexandra Kunstmann, bearbeitet: Barbara Scheibner (2015)

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Monday, 19-Jan-2015 09:20:18 CET