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5. Kapitel

Die Segnung (Benediktion) einer Kirche

Pastorale Einführung

1. Es empfiehlt sich, Kirchen oder Gotteshäuser, die auf Dauer für die Feier des Gottesdienstes bestimmt sind, nach der im zweiten oder dritten Kapitel beschriebenen Ordnung der Kirchweihe zu weihen, da sie sich durch die besondere Symbolkraft ihrer Riten auszeichnet. Privatorien, Kapellen oder andere gottesdienstliche Räume, die nur vorübergehend oder zeitweise dem Gottesdienst dienen, sollen nach der unten beschriebenen Ordnung gesegnet (benediziert) werden.

2. Hinsichtlich der liturgischen Ausgestaltung und Ausstattung des Raumes, der Wahl des Titels und der pastoralen Vorbereitung der Gläubigen beachte man, mit den notwendigen Anpassungen, die Richtlinien der Pastoralen Einführung zur Kirchweihe (2. Kap., Nr. 3, 4-5, 20).
Zelebrant der Segnung ist der Diözesanbischof oder ein von ihm beauftragter Priester.

3. Die Segnung einer Kirche oder eines Oratoriums kann an jedem beliebigen Tag stattfinden, außer an den drei österlichen Tagen. Mit Vorzug wähle man jedoch einen Tag, an dem die Gläubigen zahlreich teilnehmen können, vor allem einen Sonntag, wenn nicht pastorale Gründe etwas anderes nahelegen.

4. An den Tagen, die im Verzeichnis der liturgischen Rangordnung unter Nr. 1-4 stehen, feiert man die Tagesmesse; an den übrigen Tagen kann man auch die Messe vom Titel der Kirche oder des Oratoriums feiern.

5. Für die Segnung einer Kirche oder eines Oratoriums bereite man alles vor, was für eine Meßfeier nötig ist. Der Altar solle jedoch unbedeckt bleiben bis zum Beginn der Eucharistiefeier, auch wenn er schon gesegnet oder geweiht ist.
Außerdem sind an einem passenden Ort im Presbyterium bereitszustellen:
- ein Gefäß mit Wasser und ein Aspergill sowie Rauchfaß, Schiffchen mit Weihrauch und Löffel;
- das Pontifikale;
- das Altarkreuz, falls nicht im Presbyterium bereits ein Kreuz angebracht ist oder das Prozessionskreuz in der Nähe des Altares aufgestellt wird;
- Altartuch, Kerzen, Leuchter und gegebenenfalls Blumen.

6. Wenn zugleich mit der Segnung der Kirche eine Altarweihe stattfinden soll, bereite man alles vor, was im 4. Kapitel, Nr. 27, aufgeführt ist.
Falls Reliquien unter dem Altar beigesetzt werden sollen, siehe ebd., Nr. 29.

7. Die liturgischen Gewänder in der Messe bei der Segnung einer Kirche sind weiß oder von festlicher Farbe. Man lege bereit:
- für den Bischof: Albe, Stola, Kasel, Mitra und Stab;
- (für den Priester: Gewänder für die Meßfeier)
- für die Konzelebranten: Gewänder für die Konzelebration;
- für die Diakone: Alben, Stolen, Dalmatiken;
- für die übrige Assistenz: Alben oder entsprechende liturgische Gewänder

6. Kapitel

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