Fachbereich Praktische Theologie - Liturgiewissenschaft & Sakramententheologie

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II. Christliches Leben aus den Sakramenten

41 (1) Der Mensch ist eine Einheit von Leib und Seele. Wirklich menschliches Verhalten ist deshalb erst da gegeben, wo geistige Gehalte leibhaft ausgedrueckt und leibliche Vorgaenge beseelt und durchgeistigt werden, wo also der Mensch als ganzer beteiligt ist. Die Aeusserung des Inneren ist daher f. den Menschen keine Veraeusserlichung.

Diese Grundstruktur des Menschen wird durch die Offenbarung bestaetigt und verdeutlicht. In der leibhaften Gestalt des menschgewordenen Gottessohnes ist uns "die Guete und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschienen" (Tit 3,4). In leibhafter Beruehrung hat Jesus Kranke geheilt. Er hat uns erloest, indem seinen Leib und darin sich selbst am Kreuz dahingab. Im eucharistischen Mahl werden sein Leib und sein Blut uns zu Speise und Trank des ewigen Lebens. Darum ist auch die Auferstehung des Fleisches die Vollendung der Erloesung. Dieser durch die Menschwerdung Gottes grundgelegten Gestalt des Heiles entspricht auch die Heilsvermittlung durch die Kirche. In ihrer sichtbaren Gestalt, in den Sakramenten, im Wort der Verkuendigung, in den liturgischen Formen und Zeichen wird uns das Heil sinnfaellig, sichtbar und hoerbar geschenkt.

(2) Dieser "sakramentalen" Weise, in der Gott uns anspricht, muss auch unsere Antwort entsprechen. Eine nur innerliche Froemmigkeit ist deshalb keine christliche Froemmigkeit; vielmehr muss der ganze Mensch beteiligt sein, wenn wir uns Gott zuwenden.

Eine Fuelle von Zeichen, Symbolen, Haltungen und Braeuchen hat sich in der Kirche entwickelt. Viele von ihnen sind uns fremd geworden, viele haben wir vernachlaessigt und vergessen. Gewiss muessen wir unsere Ausdrucksformen darauf pruefen, ob sie ausdruecken, was uns bewegt. Der Verlust leibhaften Ausdrucks oder der Verzicht darauf sind jedoch nicht Verinnerlichung, sondern Gefaehrdung der Froemmigkeit.

Es sind also nicht belanglose Aeusserlichkeiten, wenn wir Wert legen auf eine angemessene Koerperhaltung beim Gebet und im Gottesdienst. Die Kniebeuge vor dem Tabernakel, die Art, wie man geht, steht, kniet und sitzt im Gottesdienst, all das sind Weisen der Verleiblichung der Frömmigkeit, die nicht ohne Rueckwirkung auf unseren inneren Mitvollzug bleiben.

Manches wird uns innerlich gar nicht ganz zu eigen, wenn wir es nicht auch aeussern.

Gesang, Musik und Festlichkeit im Gottesdienst, Kreuzzeichen und Weihwasser, Kerzen und Kirchenschmuck, liturgische Farben und Zeiten des Kirchenjahres sind von Bedeutung. In der Pflege all dieser Formen verwirklichen wir die Mahnung des heiligen Paulus: "Verherrlicht Gott in eurem Leibe" (1 Kor 6,20).

Die Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Krankensalbung, Priesterweihe und Ehe.

Das Christliche Leben wird grundgelegt durch den Empfang der ersten drei Sakramente.

42 Grundlegung des Christlichen Lebens in Taufe, Firmung und Eucharistie

(1) In unsre Welt, in der viel Dunkel und Schuld sind, ist Christus gekommen und hat Licht, Liebe und Erloesung gebracht. Er sagt selber: "Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, um den Armen die Heilsbotschaft zu bringen, um den Gefangenen die Befreiung und den Blinden das Augenlicht zu verkuenden" (Lk 4,18).

In seinem Tod und seiner Auferstehung hat Christus die alte Welt der Suende und des Hasses ueberwunden. Er macht die neue Welt sichtbar im Kreis der Juenger, die er um sich sammelt. Er schenkt den Juengern seinen Geist, damit sie diese Botschaft zu den Menschen bringen und ihnen Gottes Naehe bezeugen. Wer sich bekehrt und das Evangelium glaubt, empfaengt den Heiligen Geist. Die von diesem erfuellten Menschen bilden ein heiliges Volk, das Gott gehoert; sie werden zur Kirche. Sie bilden einen Leib, den geheimnisvollen Leib Christi, der sich mit Christus opfernd hingibt f. das Heil der Welt.

Die Eingliederung in Christus und sein Leib, die Kirche, geschieht in einem "Drei-Schritt", in den drei grundlegenden Sakramenten der Taufe, der Firmung und der Eucharistie, die darum die Sakramente der Eingliederung (Initiation) heissen. Wer sie empfaengt, erhaelt Anteil am Tode Christi; er wird aus der Herrschaft des Boesen befreit, mit Christus begraben und auferweckt. Er wird mit dem Geist der Kindschaft beschenkt und Christus immer mehr einverleibt, wenn er mit dem ganzen Volk Gottes das Gedaechtnis des Todes und der Auferstehung des Herrn feiert, um als Christ in der Welt zu leben.

Heranwachsende und erwachsene Taufwerber empfangen die drei grundlegenden Sakramente in einem Gottesdienst.

(2) LOBPREIS

Gepriesen sei Gott,
der Vater unseres Herrn Jesus Christus,
durch den er uns vom Himmel her
mit allem Segen seines Geistes gesegnet hat.
In Christus hat er uns erwaehlt vor Erschaffung der Welt,
damit wir heilig und untadelig vor Gott leben.
Er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt,
durch Jesus Christus seine Söhne zu werden
und nach seinem gnaedigen Willen ihm zu gehören
zum Lob seiner goettlichen Gnade.
Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn;
Durch sein Blut haben wir die Erloesung,
die Vergebung der Suenden nach dem Reichtum seiner Gnade.
Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht
reich beschenkt.
Er hat uns das Geheimnis seiner Entscheidung kundgetan,
die er in Christus im voraus getroffen hatte,
um sie in der Fuelle der Zeiten zu verwirklichen:
in Christus alles zusammenzufassen,
was im Himmel und auf Erden ist.
(Eph 1,3-10)

43 Die Taufe

(1) Christus hat seiner Kirche den Auftrag hinterlassen: "Macht alle Menschen zu meinen Juengern, indem ihr sie tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" (Mt 28,19). Es genuegt nicht, im Herzen zu glauben; wir muessen getauft werden. In der Taufe werden wir von Christus in die Juengergemeinde, in die Kirche aufgenommen.

Taufe, Eingliederung in Christus
In der Taufe stirbt der Mensch mit Christus. Er wird mit ihm begraben und mit ihm auferweckt. Eingegliedert in Christus, ist er nicht mehr im Machtbereich der Erbsuende und des Todes, sondern in der Liebe Gottes. Er erhaelt durch die Taufe Vergebung aller Schuld, er empfaengt das neue Leben, der Heilige Geist nimmt Wohnung in ihm. Neugeschaffen aus dem Wasser und dem Heiligen Geist, wird er zum Kind Gottes, das voll Vertrauen zu Gott sagen darf: "Abba, lieber Vater". Dieser neue Anfang soll das ganze Leben des Menschen praegen.

Taufe, Eingliederung in die Kirche Christi
Die Kinder Gottes sind als Brueder und Schwestern durch den einen Geist zu lebendigen Gemeinschaft verbunden. Sie bilden zusammen das Volk Gottes, das im bruederlichen Leben der christlichen Gemeinde in Erscheinung tritt. Zusammen mit Christus, dem Haupt, sind sie der eine Leib Christi, in dem alle Trennung ueberwunden ist und Himmel und Erde verbunden sind. In dieses eine Volk Gottes, in diesen allumfassenden Leib des Herrn, werden wir durch die Taufe eingegliedert. Die Taufe ordnet uns auf die uebrigen Sakramente hin, die in ihrer Weise der "Auferstehung des Leibes Christi" dienen.

Die Tauffeier
(2) Der Inhalt des Taufsakramentes wird am staerksten ausgedrueckt, wenn es in der Osternacht gespendet wird, inmitten der Gemeinde, die zur Feier von Tod und Auferstehung des Herrn versammelt ist. Darum ist auch jeder Sonntag ein geeigneter Tauftermin.
Die Taufe ist Feier der Gemeinde. Sie wird nach Moeglichkeit mehreren Bewerbern zusammen gespendet; dann kann sich leichter eine kleine Gemeinde versammeln. Denn die Spendung des Sakramentes inmitten der Gemeinde ist ein Zeichen, dass die Taufe nicht Privatsache ist, sondern immer Eingliederung in die Gesamtkirche.

44 Die Kindertaufe

(1) Von den ersten Jahrhunderten an hat die Kirche nicht nur Erwachsene getauft, die sich aus eigenem Entschluss f. den Glauben an Gott und f. den Weg Jesu Christi entschieden haben, sondern auch die Kinder solcher Eltern.
Kinder koennen sich noch nicht selber f. den Glauben entscheiden; aber sie koennen (wie in den anderen Lebensbereichen) zusammen mit den Eltern im Glauben an Gott leben und Christus dem Herrn lebendig begegnen. Eltern faellen ja auch sonst Entscheidungen f. ihre Kinder; sie sind selbst ihnen vorgegebenes Schicksal. Christliche Eltern haben darum das Wort des Evangeliums "Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen" (Joh 3,5) immer so ernst genommen, dass sie auch ihre Kinder zur Taufe gebracht haben; sie haben, wie die Eltern im Evangelium, ihre Kinder zu Jesus getragen, damit er sie mit der Hand beruehrt (Mk 10,13). In dieser Taufe unmuendiger Kinder kommt staerker als bei der Taufe Erwachsener zum Ausdruck, dass sie nicht das Werk des Menschen ist, sondern immer zuerst Geschenk Gottes.

Aufgaben der Eltern und der Gemeinde
(2) Wenn Gott in der Taufe Kinder in seine Kirche aufnimmt, uebernimmt die Pfarrgemeinde mit den Eltern die schwere Pflicht, dem Kind durch Unterricht und durch Vorleben des Glaubens die spaetere persoenliche Glaubensentscheidung moeglich zu machen.
Die Eltern erklaeren ihre Bereitschaft zu den Aufgaben, die aus der Taufe ihrer Kinder auf sie zukommen, im Rahmen der Tauffeier:
- sie erbitten zu Anfang oeffentlich die Taufe f. ihre Kinder;
- sie zeichnen den Kindern das Kreuz auf die Stirn;
- sie widersagen dem Boeden und bekennen ihren Glauben an Gott;
- sie (im allgemeinen die Mutter) tragen das Kind zum Taufbrunnen;
- sie (meist der Vater) entzuenden die Taufkerze;
- sie empfangen einen besonderen Segen.
Wichtig ist, dass die Eltern sich auf die Tauffeier vorbereiten, damit sie wirklich aus persoenlicher Ueberzeugung ihren Glauben bekennen koennen. Die Eltern sind darum mit den Paten vor der Taufe zu einem Taufgespraech mit dem Seelsorger eingeladen. Nach diesem Taufgespraech sollen sie die Taufe ihrer Kinder erbitten aus einem vertieften Verstaendnis dessen heraus, was in dem Sakrament geschieht, und in Kenntnis der Aufgabe, die sie damit uebernehmen.

Die Paten
(3) Das Patenamt ist bei der Taufvorbereitung Erwachsener entstanden: ein Glied der Kirche buergt fuer den Taufwerber und hilft ihm, in der Gemeinde heimisch zu werden. Bei der Kindertaufe sollen die Paten in aehnlicher Weise die Bereitschaft der ganzen Gemeinde ausdruecken, dem Kind Heimat zu geben. Die Paten sollen die Familie vor einer falschen Isolierung bewahren und die Eltern in ihrer Aufgabe unterstuetzen, den Glauben lebendig zu bezeugen und weiterzugeben.
Damit einer das Patenamt ausueben kann, sind folgende Eigenschaften gefordert:
- er muss die noetige Reife des Glaubens und des Lebens haben und in einem Alter stehen, das ihm nach menschlichem Ermessen ermoeglicht, das Patenamt eine laengere Zeit hindurch auszuueben;
- er muss die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie bereits empfangen haben;
- er muss der katholischen Kirche angehoeren und darf durch kein Rechtshindernis vom Patenamt ausgeschlossen sein.
Ein Getaufter, der aus einer getrennten Kirche oder kirchlichen Gemeinschaft stammt und glaeubiger Christ ist, kann zusammen mit einem katholischen Paten als christlicher Zeuge der Taufe zugelassen werden, wenn die Eltern es wuenschen.

Der Namenspatron
(4) Der Getaufte steht in der Gemeinschaft der Heiligen und erhaelt deswegen mit dem Taufnamen einen Heiligen als seinen Patron, als sein Vorbild und seinen Fuersprecher.
Am jaehrlichen Gedenktag seines Namenspatrons feiert der Getaufte seinen Namenstag, Dabei denkt er dankbar auch an seine Taufe.

45 Die Feier der Kindertaufe (Taufe mehrerer Kinder)

Zu Beginn oder nach der Eroeffnung, waehrend die Taufgemeinde sich an ihre Plaetze begibt, empfiehlt sich ein Eroeffnungsgesang.
46 (V) 1. Ein kleines Kind, du grosser Gott, kommt in dein Haus. - 1.-3. Herr, nimm es auf bei dir. (A) Herr, nimm es auf bei dir.
2. Es braucht die Kraft, du grosser Gott, / um weit zu gehen.
3. es braucht das Licht, du grosser Gott, / um dich zu finden.
4. wir alle hier, du grosser Gott, / wir brauchen dich. / Herr, nimm uns auf bei dir, / Herr, nimm uns auf bei dir.
T: Rosemarie Harbert 1971 M: Gerhard Blank 1971
Es eignen sich auch Nr. 636; 258; 248; 209,2

47 (1) Nach der Begruessung bittet der Zelebrant die Eltern, oeffentlich auszusprechen, welchen Namen sie ihrem Kind gegeben haben und was sie für ihr Kind erbitten.
Zel.: welchen Namen haben Sie ihrem Kind gegeben?
Eltern: N.
Zel.: Was erbitten Sie von der Kirche Gottes für N.?
Eltern: Die Taufe.
Die Eltern koennen auch andere passende Antworten geben, z. B.: Dass es ein Kind Gottes wird; Die Aufnahme in die Kirche.
Zel.: Liebe Eltern! Sie haben fuer ihr Kind die Taufe erbeten. Damit erklaeren Sie sich bereit, es im Glauben zu erziehen. Es soll Gott und den Naechsten lieben lernen, wie Christus es uns vorgelebt hat. Sind Sie sich dieser Aufgabe bewusst?
Eltern: Ja.
Zel.: Liebe Paten! Die Eltern dieser Kinder haben Sie gebeten, das Patenamt zu uebernehmen. Auf Ihre Weise sollen Sie mithelfen, dass aus diesen Kindern gute Christen werden. Sind Sie dazu bereit?
Paten: Ja.
Die Eroeffnung kann mit einem Gebet beschlossen werden.

WORTGOTTESDIENST

(2) Vor der Taufspendung soll der Glaube der Eltern, der Paten und der Gemeinde gestaerkt werden durch die Verkuendigung und Auslegung des Auslegung des Wortes Gottes, durch seine glaeubige Annahme im Hoeren, im Antwortgesang und durch das gemeinsame Gebet.
Gemeindevers zum Antwortpsalm:
"Der Herr ist mein Licht und mein Heil", Nr. 487
Weitere geeignete Verse: Nr. 477; 535,6; 209,2
Auf die Ansprache kann ein Gesang folgen. Es eignen sich Nr. 213; 249; 173,2; 646,2 u. 3

(3) Danach bezeichnen der Spender und die Eltern (und Paten) das Kind auf der Stirn mit dem Kreuzzeichen.

Fuerbitten

(4) Weil durch die Taufe der Eintritt in die Gemeinschaft der Heiligen geschieht, beginnen die Fuerbitten f. die Taeuflinge und die Familien mit der Anrufung der Heiligen:
V Heilige Maria, Mutter Gottes, A bitte fuer ihn (sie).
V Heiliger Josef, A bitte fuer ihn (sie).
Die einzelnen Gebetsanliegen werden in der gewohnten Weise aufgegriffen: durch eine Gebetsstille, durch den Ruf: wir bitten dich, erhoere uns; oder durch einen Wechselruf: Christus, hoere uns - Christus, erhoere uns; oder: Herr, erbarme sich - Christus, erbarme sich.

(5) Der Zelebrant streckt die Haende ueber die Kinder aus und spricht ein Exorzismusgebet. Anschliessend kann die Salbung mit Katechumenenoel vorgenommen werden.

SPENDUNG DER TAUFE

(6) Die Taufgemeinde begibt sich zum Platz der Taufspendung, gewoehnlich zum Taufbrunnen. Auf dem Weg dorthin kann gesungen werden.
Es eignen sich Nr. 209,2 u. 3; 535,6; 213; 249
Taufwasserweihe

(7) Die Gemeinde lobt Gott, den Spender des Lebens, und ruft seinen Segen auf das Wasser herab. Das kann in verschiedenen Formen geschehen. Dabei sind folgende Akklamationen moeglich:

V Wir loben dich.

V Erhoere uns, o Herr.

A Wir preisen dich.

A Erhoere uns, o Herr.

(8) Die Eltern und die Paten bekennen ihren Glauben durch Absage und Glaubensbekenntnis. Der Zelebrant fragt, Eltern und Paten antworten.

Absage

I Widersagen Sie dem Boesen, um in der Freiheit der Kinder Gottes leben zu koennen? - Ich widersage.
Widersagen Sie den Verlockungen des Boesen, damit es nicht Macht ueber Sie gewinnt? - Ich widersage.
Widersagen Sie dem Satan, dem Urheber des Boesen? - Ich widersage.

Oder:

II Widersagen Sie dem Satan? - Ich widersage.
Und all seiner Bosheit? - Ich widersage.
Und all seinen Verlockungen? - Ich widersage.

oder:

III Widersagen Sie dem Satan und allen Verlockungen des Boesen? - Ich widersage.

Glaubensbekenntnis

(9) Glauben Sie an Gott den Vater, den Allmaechtigen, den Schoepfer des Himmels und der Erde? - Ich glaube.
Glauben Sie an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt? - Ich glaube.
Glauben Sie an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Suenden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben? - Ich glaube.

Dem Glaubensbekenntnis der Eltern und Paten stimmt die ganze Gemeinde zu durch ein entsprechendes Lied oder durch das gemeinsame Sprechen oder Singen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses.
Zum Singen eignen sich Nr. 479; 447; 448; 467; 489

48 TAUFE

(1) Der Zelebrant giesst Wasser ueber den Kopf des Taeuflings und sagt dabei:
N., ICH TAUFE DICH IM NAMEN DES VATERS UND DES SOHNES UND DES HEILIGEN GEISTES.
Nach der Taufe kann die Gemeinde eine Akklamation singen.
Es eignen sich auch Nr. 211; 156

(2) Halleluja,... Via. Q 43
Salbung mit Chrisam

(3) Nach der Taufe salbt der Zelebrant die Neugetauften mit Chrisam; denn wer getauft ist, gehoert zu Christus und ist wie er "gesalbt" ("gesalbt" ist die Wortbedeutung von "Christus") zum Amt des Priesters, des Koenigs und des Propheten.

Ueberreichung des weissen Kleides

(4) Den Neugetauften wird das weisse Kleid ueberreicht. Wenn die Familie ein eigenes Taufkleid besitzt, soll es dem Kind nicht schon zu Hause angelegt, sondern erst hier nach der Taufe ueberreicht werden.

Uebergabe der brennenden Kerze

(5) Der Vater (oder der Pate) entzuendet die Taufkerze an der Osterkerze und haelt die brennende Kerze in der Hand.

Effata-Ritus

(6) Der Zelebrant kann mit dem Ruf: Effata (Oeffne dich) den Neugetauften Ohren und Mund oeffnen, damit diese das Wort Gottes vernehmen und den Glauben bekennen.

ABSCHLUSS DER TAUFFEIER

(7) Die Taufgemeinde zieht singend zum Altar, an dem die Neugetauften in der Kraft der Taufe am heiligen Opfer und Herrenmahl teilnehmen werden. Dort beten oder singen die Versammelten das Gebet des Herrn. Nr. 691; 362; 363
Dann folgt der Segen und nach Moeglichkeit ein Schlusslied. Fuer den Gang zum Altar und als Schlussgesang eignen sich Nr. 637; 635; 634; 267; 688-689
Der Brauch, die Kinder nach der Taufe vor ein Marienbild zu bringen, wird empfohlen.

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Bearbeitet: Barbara Scheibner
last modified:
Friday, 10-Oct-2014 14:54:36 CEST