Fachbereich Praktische Theologie - Liturgiewissenschaft & Sakramententheologie

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Aufnahme der Kandidaten für das Weihesakrament

1994

Einführung

1. Sind die notwendigen Voraussetzungen gegeben und die Bewerber sich über ihre Absicht ausreichend klargeworden so werden sie unter die Kandidaten für das Weihesakrament aufgenommen.

2. Die Bewerber müssen ihre Absicht, das Weihesakrament zu empfangen, öffentlich kundtun. Der Bischof, oder in klerikalen Instituten der Höhere Obere, oder deren Beauftragter nimmt diese Bereitschaftserklärung entgegen*.

3. Die Aufnahme kann an jedem Tag vorgenommen werden, mit Ausnahme der Drei Österlichen Tage, der übrigen Tage der Karwoche, des Aschermittwochs und von Allerseelen. Sie findet vorzugsweise in der Kirche oder Kapelle des Seminars bzw. der Ordensgemeinschaft statt, beispielsweise anläßlich einer Zusammenkunft von Priestern und Diakonen. Sie kann sowohl innerhalb der Laudes, der Vesper oder eines Wortgottesdienstes erfolgen. Um ihrer Eigenständigkeit willen darf sie nie mit der Erteilung von Weihen oder mit der Beauftragung von Lektoren und Akolythen in ein und derselben Feier verbunden werden.

4. Erfolgt die Aufnahme innerhalb einer Meßfeier, so nimmt man an den Tagen, die im "Verzeichnis der liturgischen Tage nach Rangordnung" unter Nr. 2-9 aufgeführt sind1, das Meßformular vom Tage mit den vorgesehenen Lesungen. An Tagen, die in diesem Verzeichnis unter Nr. 5-9 aufgeführt sind, kann man dennoch eine Lesung aus den Perikopen wählen, die im Lektionar für die Feier der Aufnahme vorgesehen sind.

An anderen Tagen (Nr. 10-13) kann das Formular "Um Priesterberufe" mit den Eigenlesungen für die Feier der Aufnahme gewählt werden.

Die Farbe der liturgischen Gewänder soll dem Meßformular entsprechen, das gewählt wird. Zur Messe "Um Priesterberufe" werden weiße Gewänder getragen.

5. Werden die Bewerber innerhalb eines Wortgottesdienstes unter die Kandidaten aufgenommen, so kann dieser mit einem geeigneten Gesang und - nach dem liturgischen Gruß des Bischofs - mit dem Tagesgebet des genannten Meßformulars beginnen. Die Schriftlesungen werden aus den Perikopen gewählt, die im Lektionar für die Feier der Aufnahme vorgesehen sind.

6. Werden die Bewerber innerhalb von Laudes oder Vesper unter die Kandidaten aufgenommen, so beginnt man damit nach der Kurzlesung, an deren Stelle auch eine längere Lesung treten kann, und ihrem Responsorium. Anstelle der Bitten bzw. der Fürbitten kann das in Nr. 13 vorgeschlagene Fürbittgebet genommen werden.

7. Bei einer Meßfeier trägt der Bischof die vorgesehenen Gewänder sowie Mitra und Stab. Außerhalb einer Meßfeier kann er entweder über der Albe Pektorale, Stola und Pluviale (in geeigneter Farbe) tragen oder über Chorrock und Mozetta nur Pektorale und Stola; in diesem Fall nimmt er Mitra und Stab nicht.

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Bearbeitet: Barbara Scheibner
last modified:
Friday, 16-Jan-2015 11:49:19 CET