Salzburger Theologische Zeitschrift (SaThZ)


Sonderheft 2002

Editorial
Clemens Sedmak, Gastherausgeber

Fakultätsschwerpunkt Salzburg: Theologie Interkulturell und Studium der Religionen

Die Universität Salzburg feiert im Studienjahr 2002/03 ihr vierzigjähriges Bestehen. Auch die Theologische Fakultät der Universität Salzburg beteiligt sich an diesen Jubiläumsfeierlichkeiten. Im Oktober 2002 ehrt die Theologische Fakultät zwei Mitglieder der akademischen Welt, Bettina Bäumer und Otto Kaiser, durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde. Im Zuge dieser Festtage wird auch das neu gegründete Institut „Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“ vorgestellt. Durch die Schaffung dieses Instituts hat sich die Theologische Fakultät Salzburg einen Fakultätsschwerpunkt gegeben.

Ein Fakultätsschwerpunkt soll ein gemeinsames Projekt der ganzen Fakultät sein. Um sinnvollerweise von einem Fakultätsschwerpunkt reden zu können, müssen die Bezüge der einzelnen Fächer, die an der Fakultät vertreten sind, zu dem Schwerpunkt klargemacht werden. Das war die Idee, die hinter dieser Sondernummer der Salzburger Theologischen Zeitschrift steckt: Wir stellen den Fakultätsschwerpunkt der Theologischen Fakultät Salzburg vor und laden sämtliche Fächer ein, zu diesem Schwerpunkt Stellung zu beziehen, Brücken zu schlagen zwischen der eigenen Fachdisziplin und dem gemeinsamen Projekt „Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“.

Aus diesem doppelten Anliegen – Vorstellung des Schwerpunkts und Aufzeigen von Verbindungen zwischen Einzelfächern und Fakultätsschwerpunkt – ergibt sich das Inhaltsverzeichnis: Im ersten Teil wird der Schwerpunkt, historisch, inhaltlich und der Motivation nach, vorgestellt, im zweiten Teil kommen Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Fachdisziplinen zu Wort. Dabei zeigt sich auch, dass der Beitrag der einzelnen Disziplinen gerade auch darin bestehen kann, den Fakultätsschwerpunkt kritisch zu hinterfragen. Das ist eine wichtige Aufgabe, die wir gerade in jenem Jahr, in dem wir den 100. Geburtstag von Sir Karl Popper feiern, besonders würdigen wollen.

Die Herausgeber der Salzburger Theologischen Zeitschrift, Alois Halbmayr, Andreas Weiß und Ulrich Winkler, haben freundlicherweise für dieses Projekt Gastfreundschaft gewährt. Ihnen sei dafür und auch für die viele Arbeit, die mit der Erstellung dieser Nummer verbunden war, herzlich gedankt. Ich konnte also aufgrund der offenen Tür zum Forum dieser Zeitschrift die Angehörigen der Theologischen Fakultät Salzburg einladen, den Fakultätsschwerpunkt aus ihrer Sicht zu beleuchten. Was nun vorliegt, sind die Antworten auf diese Einladung. Ich bin an Vertreterinnen und Vertreter sämtlicher Disziplinen, die an unserer Fakultät beheimatet sind, herangetreten. Die Antwort war erfreulich positiv. Meine editorische Verantwortung erstreckte sich dabei lediglich auf die Idee und die leisen Erinnerungen an Abgabefristen. Die Verantwortung für die inhaltliche Ausgestaltung der Beiträge liegt bei den Autorinnen und Autoren.

Beiträge für den ersten Teil geschrieben haben Dekan Friedrich SCHLEINZER, der einen geschichtlichen Abriss des Fakultätsschwerpunktes geliefert hat, Chibueze UDEANI und Ulrich WINKLER vom Institut „Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“, die den Schwerpunkt inhaltlich beleuchtet haben, Andreas BAMMER, der als „Stimme der Studierenden“ fungierte, und ich aus philosophischer Sicht. Aus der Sicht der einzelnen Fächer haben Anton BUCHER (Religionspädagogik), Marlis GIELEN und Friedrich REITERER (Bibelwissenschaften), Peter HOFRICHTER (Kirchengeschichte), Theodor KÖHLER (Philosophie), Johann Werner MÖDLHAMMER (Fundamentaltheologie), Gertraud PUTZ (Gesellschaftslehre), Hans-Joachim SANDER (Dogmatik), Frank WALZ (Liturgiewissenschaft) und Werner WOLBERT (Moraltheologie) Beiträge beigesteuert. Allen Autorinnen und Autoren sei für ihre Mühen gedankt.


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last modified:  by A.-M. Weiß & U. Winkler