SOPhiA 2013

Salzburgiense Concilium Omnibus Philosophis Analyticis

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Programm - Vortrag

Moralische Kompromisse
(Ethik & Politische Philosophie, Deutsch)

Normative Theorien der Moral wie der Utilitarismus, der Kontraktualismus oder deontologische Ansätze formulieren in der Regel widerspruchfreie Theorien über das, was zu tun das richtige oder gute, bzw. falsche oder schlechte sei. Allerdings zeigen unsere Erfahrungen, dass wir oft trotz offenbar fehlerfreien Argumentationen mit stabilen Uneinigkeiten über moralische Entscheidungen zu tun haben.

Eine Bewältigung dieser Uneinigkeiten könnte in Form eines Kompromisses erfolgen. Dieser scheint jedoch zu beinhalten, dass man von seiner eigenen Meinung abrückt, obwohl man von dieser vorher überzeugt war. Der Vortrag soll zuerst die begrifflichen Voraussetzungen erörtern, wie ein Kompromiss über moralische Überzeugungen zu verstehen ist, um anschließend der Frage nachzugehen, wann und unter welchem Umständen es moralisch gerechtfertigt ist, zum Zwecke eines Kompromisses resp. dessen Ergebnis seine eigene, ursprüngliche Überzeugung nicht durchzubringen. Problematisiert werden soll diese Frage vor allem aufgrund der Zufälligkeit der Uneingkeit verschiedener Diskussionsteilnehmer. Anhand eines Gedankenexperiments wird gezeigt, dass Kompromisse zwar durchaus ihre Berechtigung haben, jedoch stets ein starker Zweifel über die Rechtfertigkeit zurückbleibt.

Chair: Stefan Leber
Zeit: 14:45-15:15, 13. September 2013 (Freitag)
Ort: HS 104
Anmerkung: ÄNDERUNG. Der Vortrag entfällt!

Hendrik Kempt
(Humboldt Universität zu Berlin, Deutschland)

Abitur auf dem St. Ursula Gymnasium Dorsten, Bachelor of Arts in Philosophie und Soziologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, verschiedene Tätigkeiten an der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler, Vortrag auf dem II. Internationalen Philosophiekongress in Bursa/Türkei. Aktuell Master of Arts an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Testability and Meaning deco