SOPhiA 2013

Salzburgiense Concilium Omnibus Philosophis Analyticis

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Programm - Vortrag

Zum Speziesismus technisierender Fachsprache
(Ethik & Politische Philosophie, Deutsch)

Die Verwendung technisierender Fachsprache in der biomedizinischen Forschung kann in einigen Fällen als speziesistisch kritisiert werden, wenn beispielsweise entindividualisierend von Modellorganismen wie Mus musculus gesprochen wird. Speziesismus meint dabei grundsätzlich eine voreingenommene Haltung zugunsten der Mitglieder der eigenen Spezies bzw. ein diskriminierendes Verhalten gegenüber Mitgliedern anderer Spezies. In meinem Vortrag werde ich ausgehend von einer Analyse des Terminus Speziesismus in zentralen Texten der tierethischen Diskussion seit 1975 eine Definition vorschlagen, die (i) zur Identifikation moralisch relevanter Probleme beitragen kann und (ii) der Entwicklung von wertneutraler Fachsprache dient. Ich werde dafür argumentieren, dass das Maß an Technisierung durch Terminologisierung als illegitim bewertet werden kann, wenn ethische Probleme durch die Verwendung von technical terms verschleiert werden. Vor diesem Hintergrund werde ich die Übernahme bestimmter naturwissenschaftlicher Termini im Kontext tier- und medizinethischer Diskussionen als rechtfertigungstheoretisches Problem kennzeichnen.

Chair: Marcel Warmt
Zeit: 16:45-17:15, 12. September 2013 (Donnerstag)
Ort: HS 104
Anmerkung: ÄNDERUNG. Der Vortrag entfällt!

Frauke Albersmeier
(Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutschland)

Frauke Albersmeier (B.A.). Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 2011 Bachelor of Arts, Kulturwissenschaften; derzeit Masterarbeit zu Problemen des Speziesismus-Begriffs in der Tierethik.

Testability and Meaning deco